Masterplan Bildung Pflegeberufe

Qualifizierung Gesundheits- und Sozialwesen CH
Drei Lernende im Pflegeberuf untersuchen im fachlichen Schulunterricht ein medizinisches Gerät.
Fachlicher Unterricht im Pflegeberuf

Mit dem Masterplan Bildung Pflegeberufe 2010-2015 wurde eine Koordinationsplattform geschaffen, die es Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ermöglicht hat, Massnahmen zur Erhöhung der inländischen Ausbildungsabschlüsse in den Pflegeberufen aufeinander abzustimmen und umzusetzen.

Um den steigenden Personalbedarf in der Pflege mit inländischen Fachkräften decken zu können, braucht es zusätzliche Ausbildungsplätze und attraktive, arbeitsmarktorientierte Berufsprofile.

Der Masterplan Bildung Pflege wurde 2010 gemeinsam vom Bund (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und Bundesamt für Gesundheit BAG), von den Kantonen (Erziehungsdirektorenkonferenz EDK und Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK) und der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) ins Leben gerufen.

Die Ziele des Masterplans Bildung Pflegeberufe waren, bis 2015 die Zahl der inländischen Ausbildungsabschlüsse im Pflegebereich zu erhöhen, die erforderlichen Teilprojekte durch Transparenz sowie klare Kommunikationswege zu koordinieren und an diepolitischen Behörden Bericht zu erstatten. Die Arbeiten wurden in drei Schwerpunkten angegangen:

  • Bereitstellen einer bedarfsgerechten Zahl an Ausbildungs- und Praktikumsplätzen
  • Umsetzung der Bildungssystematik
  • Massnahmen in Bezug auf ausländische Fachkräfte

Der Bundesrat hat am 3. Februar 2016 den Schlussbericht zum Masterplan Bildung Pflegeberufe gutgeheissen. Der Masterplan hat mitgeholfen, die Ausbildungssituation im Pflegebereich zu verbessern. Er hat die verschiedenen Massnahmen gebündelt und den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren ermöglicht. Die ergriffenen Massnahmen zeigen ihre Wirkung. Die inländischen Abschlüsse in der beruflichen Grundbildung steigen an. Seit 2007 haben sich die jährlichen Abschlüsse Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ mehr als verdoppelt. Auf Tertiärstufe werden die Anstrengungen fortgesetzt. Etliche Kantone haben in den letzten Jahren Ausbildungsverpflichtungen eingeführt. Grundlagen für die Förderung der betrieblichen Ausbildungsplätze stehen zur Verfügung. Ausbildungen im Pflegebereich werden auf allen Stufen der Bildungssystematik angeboten. Mit der Botschaft zum Gesundheitsberufegesetz und der Inkraftsetzung des Nachträglichen Erwerbs des Fachhochschultitels in Pflege wurden zwei weitere Ziele erreicht.

Um dem Mangel an Pflegefachpersonen erfolgreich zu begegnen, bleiben der Erhalt und die Schaffung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen jedoch eine Daueraufgabe und wird über den Abschluss des Masterplans Bildung Pflegeberufe hinaus weiterverfolgt.

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Medienmitteilung Mehr Pflegefachkräfte dank Masterplan

Trägerorganisationen

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Das BAG ist - zusammen mit den Kantonen - verantwortlich für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung und für die Entwicklung der nationalen Gesundheitspolitik.

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Das SBFI im Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF ist das Kompetenzzentrum des Bundes für national und international ausgerichtete Fragen der Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik.

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
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Die EDK koordiniert die Arbeiten der 26 Kantone in den Bereichen Bildung und Kultur auf nationaler Ebene.

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Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und –direktoren GDK

In der GDK sind die für das Gesundheitswesen zuständigen Regierungsmitglieder der Kantone in einem politischen Koordinationsorgan vereinigt.

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Haus der Kantone, Speichergasse 6
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OdASanté

Die Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit, OdASanté, vertritt die gesamtschweizerischen Interessen der Gesundheitsbranche in Bildungsfragen für Gesundheitsberufe.

OdASanté
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3011 Bern

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barbara.ryser@sbfi.admin.ch