Stärkung der Nachwuchsförderung an Hochschulen

Qualifizierung Erbringung von freiberufl., wissen. u. techn. Dienstl. CH
Eine junge Wissenschaftlerin hält an der Universität Lausanne eine Lesung vor Studentinnen und Studenten
Nachwuchsförderung junger Wissenschaftler/innen (Quelle: Uni Lausanne)

Für die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz ist die Förderung eines hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses von grosser Bedeutung. Junge, talentierte Forschende sollen möglichst früh in ihrer Karriere die Gelegenheit erhalten, sich auf Stellen bewerben zu können, die wissenschaftliche Selbstständigkeit und die Übernahme von Verantwortung garantieren. Der Bund unterstützt die Hochschulen bei der Anpassung ihrer spezifischen Laufbahnstrukturen für den akademischen Nachwuchs.

Die Schweizer Hochschulen und ihr wissenschaftlicher Nachwuchs tragen durch ihre äusserst starke internationale Position wesentlich zur nachhaltigen Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft bei. Die Hochschulen wollen den besten Nachwuchsforschenden transparentere und planbarere Karriereperspektiven ermöglichen. Dadurch soll die akademische Karriere nicht zuletzt auch für den einheimischen Nachwuchs wieder attraktiver werden. Aufgrund der unterschiedlichen Profile der universitären Hochschulen auf der einen Seite, und der Fachhochschulen auf der anderen Seite, ergeben sich je nach Hochschultyp unterschiedliche Herausforderungen.

Universitäre Hochschulen

Die Universitäten planen, ihre spezifischen Laufbahnstrukturen für den akademischen Nachwuchs anzupassen. Namentlich sollen zusätzliche Assistenzprofessuren mit Tenure Track (APTT) geschaffen werden, die es jungen Forschenden früh in ihrer Laufbahn ermöglichen, selbstständig Forschung zu betreiben und ihre Karriere längerfristig zu planen. Dadurch soll auch erreicht werden, dass die Selektion früher in der akademischen Laufbahn erfolgt und das bestens qualifizierte Personal der Privatwirtschaft oder der Verwaltung zu einem Zeitpunkt zur Verfügung steht, in dem es noch genügend flexibel ist, sich gewinnbringend in andere Arbeitsbereiche einzubringen. Der Bund unterstützt die Universitäten dabei erstens über eine Erhöhung der Grundbeiträge. Zweitens beteiligt sich der Bund über den Schweizerischen Nationalfonds SNF an der Weiterentwicklung der Karrierestrukturen: So sieht der SNF auf kompetitiver Basis die Förderung der APTT anhand von spezifischen Grants vor.

Fachhochschulen

Mit ihrem praxisorientierten Profil, setzen Fachhochschulen für ihr wissenschaftliches Personal meist spezifische Berufserfahrung ausserhalb des Hochschulsystems voraus. Die doppelte Verankerung in der beruflichen und in der akademischen Welt erfordert eigenständige Karrierewege und folglich auch spezifische Massnahmen. Dementsprechend unterstützt der Bund die Fachhochschulen in den Jahren 2017 bis 2020 bei der Stärkung der Nachwuchsförderung im doppelten Kompetenzprofil (berufliche und wissenschaftliche Qualifikation) über die projektgebundenen Beiträge gemäss HFKG. Es sollen FH-spezifische Laufbahnmodelle entwickelt werden.

Schliesslich profitieren sowohl die Fachhochschulen als auch die universitären Hochschulen in den Jahren 2017 bis 2020 von der Unterstützung des Bundes über die projektgebundenen Beiträge zugunsten der Entwicklung des dritten Zyklus (Promotion). Unter anderem soll in Zusammenarbeit zwischen den Fachhochschulen und den universitären Hochschulen Doktoratsausbildungen und entsprechende Programme etabliert werden, die den spezifischen Leistungsauftrag der Fachhochschulen abbilden.

Langfristig liegt die Verantwortung bei den Hochschulen und ihren Trägerkantonen, welche die je nach Fachbereich, Hochschule und Hochschultyp sehr unterschiedlich ausfallenden Bedürfnisse am besten beurteilen können. Dem Bund kommt eine unterstützende Rolle zu, die er über die Ausrichtung der Beiträge gemäss HFKG sowie über die Forschungsförderung (SNF, KTI, EU-Forschungsprogramme) wahrnimmt.

Dokumente

Wissenschaftlicher Nachwuchs an Schweizer Universitäten: Statistische Kennzahlen zu Arbeitsbedingungen und Karriereperspektiven (PDF, 1MB)

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