Stärkung des Inländerpotentials durch Nachwuchsförderung in der Bankbranche

Qualifizierung Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstl. CH
Foto Lernender
Rund 3600 kaufmännische Lernende – etwa ein Zehntel des schweizerischen Totals – werden von den Banken ausgebildet.

Zur besseren Nutzung des Inländerpotentials in der Bankbranche gehören Bemühungen zur Nachwuchsförderung: Die Banken in der Schweiz bilden rund 10 Prozent der schweizweit ausgebildeten kaufmännischen Lernenden aus. Arbeitgeber Banken, der Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz, sensibilisiert seine Mitglieder für entsprechende Bemühungen, unter anderem mit der Publikation des ersten Arbeitgeber Banken Monitor 2015 im vergangenen September.

Gemäss der Seco-Studie „Fachkräftemangel in der Schweiz“ (2014) sind die Bankberufe genauso vom Fachkräftemangel betroffen wie andere Berufe, teilweise sogar noch mehr. Über drei Viertel der Banken in der Schweiz sind gemäss dem Arbeitgeber Banken Monitor 2015 vom Fachkräftemangel betroffen. Rund 65 Prozent der Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche haben substanzielle Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften und müssen deshalb auch auf den ausländischen Arbeitsmarkt ausweichen.

Berufliche Aus- und Weiterbildung ist den Banken wichtig

Trotz dieser grossen Bedeutung der ausländischen Fachkräfte sind die Banken bestrebt, diese nicht zulasten des einheimischen Arbeitskräftepotenzials zu rekrutieren. Dies zeigt sich einerseits an der konstant tiefen Arbeitslosigkeit und der grossen Zahl offener Stellen. Zudem ging der Ausländeranteil bei den Banken im Gegensatz zur Entwicklung in der gesamten Schweiz seit 2011 insgesamt um 3 Prozentpunkte zurück.

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative hat die bessere Nutzung des inländischen Fachkräftepotentials indes zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Eine wichtige Strategie zur Gewinnung von Mitarbeitenden in der Bankbranche ist die Nachwuchsförderung. Die berufliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist den Banken wichtig: Über zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) verfügen über ein System der Karriereplanung.

Gewichtige Rolle der Banken beim Berufseinstieg

Insbesondere beim Berufseinstieg zeigt sich die gewichtige Rolle der Bankbranche: Rund 3600 kaufmännische Lernende – etwa ein Zehntel des schweizerischen Totals – werden von den Banken ausgebildet. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung der Branche von rund 3 Prozent war in den letzten fünf Jahren weitgehend konstant. Beinahe zwei Drittel der Banken ermöglichen Absolventinnen und Absolventen von Mittel- und Hochschulen den Berufseinstieg.

In Bezug auf die Lehrstellen sind die Erwartungen für die Zukunft stabil. Insgesamt kann von einer leichten Zunahme ausgegangen werden. Einige Banken dürften zusätzliche Stellen schaffen, während die meisten von einer Lehrlingsausbildung im bisherigen Umfang ausgehen. 50 Prozent der Banken planen künftig, mindestens ebenso viele Einstiegsstellen wie heute für Hochschulabsolventen anzubieten.

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Dokumente

Arbeitgeber Banken Monitor 2015 (PDF, 2MB)

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