Validation des acquis FAGE EFZ

Qualifizierung 50+ Beruf und Familie Gesundheits- und Sozialwesen ZG
Frauengruppe mit Rosen in der Hand
FAGE EFZ Diplomfeier

Frauen und Männer, die seit mindestens drei Jahren im Gesundheitswesen tätig sind, können auf diesem Weg schneller einen Berufsabschluss als Fachfrau/Fachmann Gesundheit FaGe EFZ erwerben

Mit dem Validierungsverfahren schneller zum Ziel
Das Angebot der Ergänzenden Bildung (EB) erlaubt es, sehr guten Kandidatinnen und Kandidaten innert Kürze ein EFZ FaGe zu erwerben. So kann es dank individualisiertem Stundenplan durchaus vorkommen, dass eine Berufsperson mit sehr vielen Kompetenzen die Ergänzende Bildung bereits nach einem halben Jahr abschliesst und mit einem Fähigkeitszeugnis ausgezeichnet wird.

Voraussetzungen
Voraussetzung für das Validierungsverfahren als FAGE EB sind mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Pflege- und/oder Betreuungsbereich sowie gute Deutschkenntnisse.

Verfahren
Beim Verfahren selbst werden die Qualifikationen, die sich die Kandidatinnen und Kandidaten während ihrer Tätigkeit angeeignet haben, angerechnet. Dabei unterscheidet man zwischen 14 Handlungskompetenzen, welche anhand von 41 typischen Arbeitssituationen definiert wurden. Eine Expertenkommission stellt anhand des ausgearbeiteten Kompetenzdossiers und während einem mündlichen Prüfungsverfahren fest, welche Kompetenzen tatsächlich beherrscht werden und somit der Ausbildung angerechnet werden können. Wer nicht mindestens acht von zwölf Handlungskompetenzen erreicht, kann nicht validiert werden. Diesen Kandidaten wird die FaGe VL (Verkürzte Lehre) empfohlen. Bei Erreichung von acht oder mehr Kompetenzen, müssen nur noch die fehlenden Kompetenzen erlangt werden, um sich für das Qualifikationsverfahren anmelden zu dürfen. Für den Abschluss müssen sie das gleiche Qualifikationsverfahren durchlaufen wie diejenigen der FaGe EFZ. Allerdings verfügen sie dabei über keine Erfahrungsnote, die ihnen angerechnet werden kann. Das heisst, die Ausbildung FaGe EB ist für Lernende, die bereits über eine grosse Fach- und hohe Eigenlernkompetenz verfügen.

Umsetzung des Verfahrens
Die Berufs- und Studienberatungsstellen in der Zentralschweiz beraten und begleiten interessierte Personen bei der Zusammenstellung des Dossiers. Eine Gleichwertigkeitsbeurteilung kann jederzeit beantragt und durchgeführt werden. Der zentrale Bezugsrahmen für die Beschreibung der vorhandenen Kompetenzen in der Selbstbeurteilung bildet das Qualifikationsprofil. Es ist Aufgabe der Kandidatinnen und Kandidaten, den Nachweis der vorhandenen Kompetenzen zu erbringen, indem die eigenen Tätigkeiten und die vorhandenen Ressourcen zum Qualifikationsprofil in Bezug gesetzt werden. Die Selbstbeurteilung soll für Dritte verständlich, nachvollziehbar und überprüfbar sein und eine Fremdbeurteilung ermöglichen. Es ist wichtig, dass alle Kompetenzen nachgewiesen und alle notwendigen Dokumente eingereicht werden. Die Expertin oder der Experte überprüft das Dossier im aktuellen Zustand. Es wird auf Vollständigkeit gesichtet und der Inhalt analysiert. Des Weiteren wird ein Standortgespräch geführt und sodann die Kompetenzen bewertet.

Trägerorganisation

Kanton Zug, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ)

Als Berufsfachschule des Kantons hat das GIBZ weit über die Landesgrenzen hinaus einen positiven Bekanntheitsgrad erreicht. Das GIBZ ist stolz darauf, jungen Menschen, die sich im Gewerbe und in der Industrie engagieren wollen, mehr als nur die nötige Schulbildung anzubieten. Die Schule vermittelt zwar Wissen, zeigt aber auch, wie man sich selbstverantwortlich Wissen erarbeitet, sei es allein oder in einem Team. Das GIBZ versteht sich als Lebensraum, in dem Wissen erworben, Bildung gepflegt und Werte gelebt werden.

Kanton Zug, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ)
Baarerstrasse 100
6300 Zug

Auskünfte bei

Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ)
Roland Frei, Lehrgangleiter
041 728 30 30
roland.frei@gibz.ch