mish – Männer in die Schulische Heilpädagogik!

Qualifizierung Erziehung und Unterricht BE
Das Bild zeigt einen Kletterknoten in Orangetönen auf grünem Hintergrund. Er symbolisiert den Charakter des Berufs, der nicht nur ein Beruf für Frauen, sondern auch für „harte Kerle“ ist; für abenteuerlustige Männer, die Interesse an besonderen Herausforderungen und Persönlichkeits-entwicklung haben.
Männer in die Schulische Heilpädagogik – Expeditionen in ein Berufsfeld im Umbruch

Schulen suchen vermehrt nach Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Insbesondere Männer entscheiden sich sehr selten für ein Studium der Schulischen Heilpädagogik. Das mish-Projektteam will dies nachhaltig ändern. Das Projekt mish soll Männer für das Berufsfeld der Schulischen Heilpädagogik begeistern. Lehrer und Interessierte erhalten Informationen über Chancen und Möglichkeiten des vielseitigen Berufs. Zu diesem Ziel entstehen ein Film, eine Website und Postkarten.

Mish – Männer in die Schulische Heilpädagogik!

Die Ausbildung im Bereich der Schulischen Heilpädagogik (SHP) wird traditionellerweise vorwiegend von Frauen in Angriff genommen. Vielfältige Gründe führen zu dieser Situation. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch der Beruf der Schulischen Heilpädagogin bzw. des Schulischen Heilpädagogen grundlegend verändert. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf werden grundsätzlich in Regelklassen integriert. Für eine wirkungsvolle Unterstützung sind sowohl Frauen wie auch Männer gefragt. Gerade im Bereich der Sekundarschule besteht ein Mangel an qualifizierten Fachpersonen. Durchschnittlich arbeiten weniger als 10% Männer als Heilpädagogen in Schulen.

Es ist darum notwendig, die SHP für Männer attraktiv und bekannt zu machen. Das Ziel ist es, den Anteil von Männern, die sich für ein Studium der SHP entscheiden, längerfristig zu erhöhen. Damit soll auch die Untervertretung von Männern im Berufsfeld der SHP abgefedert werden.

Das Aufgabenspektrum der Heilpädagogik ist vielseitig und enthält viele Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterent­wicklung – entgegen des herkömmlichen Images gerade auch für Männer. Mit Hilfe von massgeschneiderten Informationsmaterialien soll eine Imageerweiterung des Berufsfeldes in der Deutsch­schweiz erzielt werden.

Schulische Heilpädagogik – eine Berufsoption für Männer

Die Umsetzung integrativer Schulmodelle fordert die Schulische Heilpädagogik heraus. Das Berufsfeld wird noch vielfältiger, spannender und bereichernder als in der Vergangenheit. Spezifisches Fachwissen, Schul- und Unterrichtsentwicklung, neue Formen der Zusammenarbeit und Leitungsaufgaben bilden dabei wichtige Bausteine des neuen Berufsbildes. mish hilft dabei, geschlechtsspezifische Vorbehalte zu überwinden. Das Projektteam sieht vor, mit Hilfe von regional verankerten Identifikationsfiguren interessierte angehende und erfahrene Lehrer in ihrer weiteren Laufbahnplanung zu unterstützen. mish ermutigt Interessenten, die Ausbildung zum Schulischen Heilpädagogen in Angriff zu nehmen.

Zielgruppen sind Lehrer, Studenten der Vorschulstufe, Primarstufe und Sekundarstufe, potentielle Studienganginteressierte (Gymnasiasten, Quereinsteiger) und Praktikanten und Zivildienstleistende in sozialen Einrichtungen.

mish möchte nicht nur Neugierde für das weite Spektrum der Schulischen Heilpädagogik wecken, mish bietet konkrete Unterstützung beim Abgleich persönlicher Interessen, Werte und Ziele mit denen eines Schulischen Heilpädagogen, also wertvolle Entscheidungshilfen bei der Berufs-, Arbeitsstellen- oder Weiterbildungswahl. Gerade junge Männer sollen ermutigt werden, ihren Berufswunsch «Schulischer Heilpädagoge» in die Realität umzusetzen. mish unterstützt bei der professionellen, umfassenden und genderbewussten Informationsvermittlung über das Berufsfeld Schulische Heilpädagogik.

Nachhaltigkeit - Transfer

Die mish-Website www.mish.schule wird über die Projektdauer hinweg Bestand haben und als Drehscheibe für Informationen und Austausch dienen.

Der mish-Film

Im Zentrum des Projektes steht ein Film. Sechs für sich abgeschlossene Filmportraits stellen Schulische Heilpädagogen aus unterschiedlichen deutschsprachigen Kantonen in der heutigen Berufsrealität vor. Die Filmteile rücken das Berufsimage in ein zeitgemässes und spannendes Licht und bieten Identifikations­figuren gerade für Männer. Durch die Vorstellung ausser­gewöhn­licher Freizeitbetätigungen der Heilpädagogen werden die Porträts zusätzlich abgerundet. Der Gesamtfilm soll zu weiteren Fragen anregen und Interesse wecken.

Patronat

Dr. Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern, hat das Patronat übernommen: "Es braucht mehr engagierte Männer in der Heilpädagogik!"

Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt das Projekt im Rahmen der Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz.

Tom Kaser, Schulischer Heilpädagoge, Schulleiter und Botschafter, mish
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Die Schulische Heilpädagogik ist weder weiblich noch männlich, sie ist innovativ und zukunftsweisend.

Tom Kaser, Schulischer Heilpädagoge, Schulleiter und Botschafter, mish

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Links

mish!

Dokumente

mish Flyer (PDF, 4MB)

Trägerorganisation

Institut für Heilpädagogik PHBern

Am IHP studieren Lehrpersonen den Master „schulische Heilpädagogik“.

Institut für Heilpädagogik PHBern
Fabrikstrasse 8
3012 Bern

Auskünfte bei

mish – Männer in die Schulische Heilpädagogik
Helga Schüler
+41 31 309 26 35
helga.schueler@phbern.ch