Die Initiative

Seit Jahrzehnten gehört unser Land bei den Themen Innovation und Wertschöpfung zur Weltspitze. Voraussetzung dafür sind gut ausgebildete Fachkräfte.

Johann Schneider Ammann - Photo: Keystone
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Die Nutzung des inländischen Fachkräftepotenzials ist im Interesse der gesamten Gesellschaft. Der Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen, Sozialpartnern und den Unternehmen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

Johann Schneider-Ammann, Bundespräsident

Wollen wir den Wohlstand in der Schweiz erhalten, müssen wir dafür sorgen, dass uns genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Jean-Michel Cina, Präsident Konferenz der Kantonsregierungen

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In den letzten Jahren ist es für Unternehmen zunehmend schwierig geworden, geeignete Fachkräfte einzustellen. Das Problem wird sich vermutlich in den nächsten Jahren weiter verschärfen: Aufgrund der demographischen Entwicklung sinkt der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter. Trends wie etwa die Digitalisierung verändern den Schweizer Arbeitsmarkt und forcieren die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften.

Die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften hat den Fachkräftemangel in den letzten zehn Jahren entschärft. Die Akzeptanz für die Zuwanderung ist jedoch in Teilen der Bevölkerung gesunken. Eine zu stark ausgeprägte Abhängigkeit von ausländischen Fachkräften ist für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft langfristig mit Risiken verbunden. Es braucht deshalb gemeinsame Anstrengungen von Bund, Kantonen und Sozialpartnern, um das inländische Fachkräftepotenzial optimal auszuschöpfen.

2011 wurde von Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann die Fachkräfteinitiative (FKI) lanciert. Sie hat zum Ziel, die Fachkräftenachfrage vermehrt durch in der Schweiz wohnhafte Personen abzudecken. Die Massnahmen der Fachkräfteinitiative konzentrieren sich auf die Handlungsfelder «Nach- und Höherqualifizierung entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes», «Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie», «Schaffung guter Bedingungen zur Erwerbstätigkeit bis zum Rentenalter und darüber hinaus» und «Förderung von Innovationen zur Entschärfung der Fachkräfteknappheit aufgrund höherer Produktivität». Damit aktiviert die Initiative inländische Fachkräftepotenziale, um die Abhängigkeit der Wirtschaft von ausländischen Arbeitskräften bestmöglich zu begrenzen.

Der Volksentscheid vom 9. Februar 2014 zur Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» und die Folgen der Frankenstärke haben die Bedeutung der Fachkräfteinitiative noch erhöht. Bund und Kantone haben deshalb entschieden, ihr Engagement für eine bessere Nutzung des gesamten Arbeitskräftepotenzials zu verstärken. Dabei verfolgen sie folgende Ziele:

  • Arbeitnehmende besser qualifizieren,
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern,
  • ältere Arbeitskräfte länger im Arbeitsleben erhalten,
  • und Flüchtlinge sowie vorläufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt integrieren.

Einige Beispiele

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