Erfolge

Bund, Kantone und Gemeinden haben in den letzten Jahren ihre Integrationspolitik entscheidend weiterentwickelt. Im Rahmen kantonaler und kommunaler Integrationsprogramme (KIP) sind in den letzten zwei Jahren Integrationsfördermassnahmen ausgebaut und systematisch aufeinander abgestimmt worden.

Kantonale Integrationsprogramme KIP setzen an verschiedenen Punkten an:

  • bei der Beratung und Information und beim Aufbau von Dolmetschangeboten, damit diese Informationen auch verstanden werden
  • beim Zugang zur frühen Förderung im Vorschulalter,
  • bei der Sprachförderung,
  • bei der beruflichen Integration,
  • beim Zusammenleben und der sozialen Integration vor Ort.

Der Schwerpunkt der Massnahmen liegt bei der Sprachförderung und bei Bildungs- und Berufsqualifizierungsmassnahmen.

Im Rahmen der KIP wird gewährleistet, dass jährlich rund

  • 100'000 Migrantinnen und Migranten, darunter auch Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen, an gezielten Sprachfördermassnahmen teilnehmen,
  • Hunderte von Plätzen und Einsätzen in beruflichen Qualifizierungsmassnahmen bereitgestellt werden,
  • Beratungen und Informationen für Tausende Personen in den rund 50 Beratungsstellen in der Schweiz erfolgen,
  • über 200'000 Stunden interkulturelle Dolmetschleistungen in kommunikativ schwierigen Situationen in Spitälern, Schulen, Sozialdiensten und anderen Stellen erbracht werden; mehr als ein Drittel davon in Sprachen, die in den Herkunftsländern von Flüchtlingen gesprochen werden,

Die Massnahmen weisen teilweise beträchtliche Erfolgsquoten auf. Durch Sprachmassnahmen gewinnen anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene sprachliche Kompetenzen, Selbstständigkeit und Sicherheit. Die geförderten beruflichen Qualifikationsprojekte weisen Vermittlungsquoten in die Berufsbildung oder in den Arbeitsmarkt auf, die von 50% bis zu über 80% reichen. Damit leisten sie jährlich bei Hunderten von Personen einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit und tragen damit zur Senkung der Sozialhilfeabhängigkeit und -kosten bei.

Bund, Kantone und Gemeinden führen seit 2012 einen Dialog mit Arbeitgeber- und Branchenverbänden, Gewerkschaften und Organisationen der Migrationsbevölkerung. Sie haben sich konkrete Ziele gesetzt und lancieren gemeinsam Projekte, um die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu verbessern.