Erfolge

Die inländischen Arbeitskräftepotenziale wurden in den letzten Jahren intensiver ausgeschöpft. Vor allem Frauen beteiligten sich stärker am Arbeitsmarkt. Zwischen 2010 und 2016 stieg das Arbeitskräfteangebot allein durch die erhöhte Erwerbsbeteiligung von Frauen (25-54-Jährige) um rund 82'000 Vollzeitarbeitskräfte.

In den vergangenen Jahren haben die Kantone und Gemeinden zusammen mit privaten Trägerschaften das Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung sowohl für Kinder im Vorschul- als auch für Kinder im Schulalter stark ausgebaut. Die dem HarmoS-Konkordat beigetretenen Kantone verpflichten sich dazu, die Unterrichtszeit auf der Primarschulstufe vorzugsweise in Blockzeiten zu organisieren. Auch bieten sie entsprechend dem Bedarf vor Ort Tagesstrukturen an. Zudem beteiligen sich viele Kantone und Gemeinden direkt oder indirekt an den Betreuungskosten der Eltern. Das Impulsprogramm des Bundes hat einen wesentlichen Beitrag zu dieser Angebotserhöhung geleistet: Der Bund hat damit seit 2003 die Schaffung von insgesamt 55‘700 neuen Betreuungsplätzen unterstützt,31‘900 in Kindertagesstätten und 23‘800 in schulergänzenden Einrichtungen (Stand 1. Juli 2017). Dies entspricht mehr als einer Verdoppelung des geschätzten Platzangebots. Der Bund hat dafür bisher 345 Millionen Franken eingesetzt. Das befristete Impulsprogramm des Bundes dauert noch bis Ende Januar 2019. Der Bund will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch danachweiter verbessern und stellt dafür während 5 Jahren zusätzlich 100 Millionen Franken zur Verfügung. Mit den neuen Finanzhilfen werdenKantone und Gemeinden finanziell unterstützt, die ihre Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung erhöhen, um die Kosten für die Eltern zu senken. Zudem werden Projekte mitfinanziert, die das Betreuungsangebot besser auf die Bedürfnisse der Eltern abstimmen..

Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch ein wichtiges Handlungsfeld der schweizerischen Gleichstellungspolitik. Die Evaluation der Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz hat gezeigt, dass damit die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben entscheidend unterstützt werden konnte.Es stehen jährlich rund 4 Millionen Franken zur Verfügung. Damit werden jährlich 20 bis 40 Projekte unterstützt. Beiträge erhalten private und öffentliche Organisationen für Vorhaben, die konkrete Massnahmen zur Gleichstellung am Arbeitsplatz und im Unternehmen vorsehen, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen oder die berufliche Chancengleichheit von Frau und Mann verbessern. Die Datenbank Topbox umfasst alle bisher unterstützen Projekte und bietet Zugang zu praxiserprobten Materialien zur Förderung der Chancengleichheit.