Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung

Beruf und Familie Branchenübergreifend CH
Bundeshaus in Bern
Massnahme des Bundes

Beim Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung (SR 861) handelt es sich um ein Impulsprogramm. Der Bund fördert damit die Schaffung von neuen Betreuungsplätzen, damit die Eltern Familie und Beruf besser vereinbaren können.

Der Bund fördert mit dem Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung die Schaffung von neuen Betreuungsplätzen, damit die Eltern Familie und Beruf besser vereinbaren können. Die Trägerschaften erhalten für die Schaffung von neuen Plätzen während maximal 3 Jahren Finanzhilfen. Das Bundesgesetz ist im Februar 2003 in Kraft getreten. Es war ursprünglich auf 8 Jahre bis Januar 2011 befristet. Wegen des grossen Bedarfs an zusätzlichen Betreuungsplätzen wurde es im Herbst 2010 ein erstes Mal, im Herbst 2014 ein zweites Mal und im Herbst 2018 ein drittes Mal um vier Jahre verlängert.

Insgesamt wurden in den 16 Jahren Laufzeit des Impulsprogramms 3’316 Gesuche bewilligt. Der Bund hat damit die Schaffung von insgesamt 60’123 neuen Betreuungsplätzen unterstützt: 34’803 in Kindertagesstätten und 25’320 in Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung (Stand 1. März 2019). Der Bund hat dafür bisher 374 Mio. Franken eingesetzt.

Das Impulsprogramm wird regelmässig evaluiert. Die Evaluationen haben gezeigt, dass das Programm sein Ziel erreicht. Die Betreuungseinrichtungen tragen viel zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Die Finanzhilfen wirken zudem sehr nachhaltig: 96 % der Kindertagesstätten und 94% der schulergänzenden Einrichtungen sind auch nach dem Ende der Finanzhilfen noch in Betrieb. Hingegen vermag das bestehende Angebot trotz der bisherigen Anstrengungen die aktuelle Nachfrage nach wie vor nicht zu decken. Der ungedeckte Bedarf ist in den grösseren Städten und Agglomerationsgemeinden der Deutschschweiz am höchsten. Zudem sind die Betreuungskosten der Eltern zu hoch und das Angebot ist zu wenig auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Der Bund will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zusätzlich zu diesem Impulsprogramm noch weiter verbessern. Er hat daher im Juli 2018 zwei neue Finanzhilfen befristet auf 5 Jahre eingeführt. Mit diesen neuen Finanzhilfen werden einerseits Kantone und Gemeinden finanziell unterstützt, die ihre Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung erhöhen, um die Kosten für die Eltern zu senken. Andererseits werden Projekte mitfinanziert, die das Betreuungsangebot besser auf die Bedürfnisse der Eltern abstimmen.

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Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung: Allgemeine Informationen

Trägerorganisation

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Das BSV ist auf Bundesebene für die Themenfelder Familie, Kinder, Jugend und Alter, Generationenbeziehungen sowie für allgemeine sozialpolitische Fragen zuständig.

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