Übergangsmanagement in der Bundesverwaltung

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Übergangsmanagement Bund

Die Bundesverwaltung setzt sich im Rahmen der Personalstrategie 2016-2019 dafür ein, dass sie auch künftig eine attraktive Arbeitgeberin ist, die den Bedürfnissen der Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Lebensphasen gerecht wird. Dabei soll auch das Potenzial älterer Mitarbeitender ausgeschöpft werden. Ein wesentliches Ziel ist es, dass die Mitarbeitenden bis zum ordentlichen Pensionierungsalter motiviert und leistungsfähig bleiben. Aus diesem Grund wurde ein Konzept „Übergangsmanagement in der Bundesverwaltung, Gestaltung der beruflichen Phase vor der Pensionierung“ erstellt.

Ein institutionalisiertes Übergangsmanagement ist eine wichtige personalpolitische Massnahme, vor allem vor dem Hintergrund der alternden Belegschaft und des drohenden Fachkräftemangels. Das Übergangsmanagement steigert die Bindung, die Motivation sowie die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Es ermöglicht einen flexiblen und individualisierten Übergang in die Pensionierung. Es kann einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Weiter ermöglicht es der Bundesverwaltung die rechtzeitige Planung der Nachfolgeregelung und des Wissenstransfers. Die Vertrauenskultur und die Bedeutung der älteren Mitarbeitenden werden gestärkt.

Die Ziele des Übergangsmanagements bestehen darin, die berufliche Phase der Mitarbeitenden vor der Pensionierung mit Instrumenten und verschiedenen Massnahmen flexibel und individuell zu gestalten. Die zwischen den Mitarbeitenden und den Vorgesetzten einvernehmliche Planung umfasst alternative Arbeitsmodelle und Entwicklungsmöglichkeiten. Bei der Einführung des Übergangsmanagements in der Bundesverwaltung stehen zwei Massnahmen im Vordergrund: das „Zukunftsgespräch“ und die „Bogenkarriere“.

Beim „Zukunftsgespräch“ geht es vor allem darum, die beruflichen Perspektiven und Wünsche der Mitarbeitenden zu ermitteln und die letzte berufliche Phase zu planen. Inhalte des Gesprächs sind Arbeits- und Entwicklungsperspektiven für die letzten fünf bis sieben Berufsjahre. Das Zukunftsgespräch ist ein Dialog auf gleicher Ebene, wovon beide Seiten profitieren. Es ist kein Beurteilungsinstrument. Wichtig ist, dass Sinn und Zweck des Gesprächs den Mitarbeitenden klar kommuniziert werden.

Bei der „Bogenkarriere“ können Mitarbeitende im fortgeschrittenen Berufsalter freiwillig entscheiden, „einen Gang zurück zu schalten“ und Verantwortung abgeben. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Kompetenzen in anderen Funktionen einzusetzen, z. B. dort, wo reiche Erfahrung und hohe Urteilsfähigkeit wichtig sind.

Das Übergangsmanagement steht und fällt mit den Führungsverantwortlichen. Diverse Forschungsarbeiten zeigen, dass gute Führung der zentrale Schlüssel zur Unterstützung der Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden ist. Die Bundesverwaltung hat deshalb das Thema Übergangsmanagement in die obligatorischen Führungsausbildungen aufgenommen.

Dokumente

Konzept Übergangsmanagement (PDF, 278KB)

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